zum Künstler und seinem Werk

Thorsten Dittrich (geb. 1967 in Hamburg) hat an der Hamburger Universität Kunstgeschichte studiert und mit einem Magister Artium abgeschlossen. Von der wissenschaftlichen, kritisch-reflektierenden Kunstbetrachtung wechselte er, einem inneren Drang folgend, zur kreativen Gestaltung. Mit großer Leidenschaft, dabei immer eine reflektierende Distanz wahrend, betreibt er seine Malerei. In wenigen Jahren hat er eine große Anzahl von umfangreichen Serien geschaffen, die sehr unterschiedlich sind und dennoch einen charakteristischen, unverwechselbaren Dittrich-Stil erkennen lassen: Kompositionen aus Zeichnung, Malerei und Collage-Elementen. Dunkle warme Töne erzeugen eine Grundstimmung von leiser Melancholie. Von realen Vorbildern abstrahierte Formen, Flächen, Gegenstände, Figuren, technische Versatzstücke, die sich nicht eindeutig identifizieren lassen, aber an Bekanntes erinnern, fügen sich vielschichtig zu Landschaften oder Vexierspielen zusammen – fast immer auf einen Mittelpunkt zustrebend und dadurch eine konzentrierte innere Dynamik erzeugend. In Dittrichs Inszenierungen spielen Figuren von der Größe und ihrer Konkretisierung her eine scheinbar nebensächliche Rolle, sind sie doch bei flüchtiger Betrachtung zunächst kaum zu erkennen. Doch bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass sie eine zentrale Rolle spielen, dass sie die Dirigenten sind, die die Komposition um sie herum beherrschen.