Aktuelles

Fotokunst von Jutta Schwöbel: Rabentanz und Wolkenmeer

17. Juni bis 22. Juli 2018

Jutta Schwöbel (Schwerin) spannt den Bogen zwischen Himmel und Erde: Wolken und Raben. Ihr „Rabentanz“ zeigt diese Vögel in außergewöhnlichen Positionen und Detailaufnahmen, die nur in allernächster Nähe - durch ein im Schweriner Schlosspark in monatelanger Annäherung erworbenes Vertrauensverhältnis - zustande kommen konnten. So werden die individuellen Eigenarten dieser einfallsreichen „Schauspieler“ sichtbar.

Im „Wolkenmeer“ verwandelt die Künstlerin das ständig wechselnde „Wolkenkino“ über Sylt in surreale Landschaften, die durch ihren Formen- und Farbenreichtum faszinieren. Entdecken sie ein Wattenmeer im Eis, sanft geschwungene Dünen, tosende Brandung, weites Meer und vieles mehr. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Am 1. Oktober 2017 ist der Skulpturenpark PAMPIN offiziell vom Landschaftspflegeverband Mecklenburger Endmoräne e. V. mit der Plakette "SCHAUGARTEN - Natur im Garten" ausgezeichnet worden. Das bedeutet, der Skulpturenpark ist nicht nur für Kunst-, sondern auch für Natur- und Gartenfreunde ein lohnendes Ziel. Der beigefügte Flyer bestätigt das.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch nach der Winterpause: ab Mai 2018

2. PAMPINALE - Positionen zeitgenössischer Kunst

EntGrenzungen - Skulptur/Installation, Malerei/Grafik, Video/Film

Am 6. Mai eröffneten Wolfgang Vogt und Ortrun Venth-Vogt vom kulturforum Pampin die Saison 2018 mit der PAMPINALE II unter dem Motto EntGrenzungen - Flucht, Vertreibung, Entwurzelung, Verletzlichkeit, Suche nach Identität, Geborgenheit. Sechs Künstler*innen interpretieren dieses äußerst aktuelle und komplexe Thema existentieller Erfahrungen und Gefährdungen sehr individuell und mit unterschiedlichen Techniken und Stilmitteln: Malerei, Grafik, Skulpturen, Installationen, Foto, Film/Video.

Die Schweizer Künstlerin Marion Linke irritiert mit den auf der NORDART 2017 ausgestellten Installationen „Röntgenhaus“ und der aus leeren Patronenhülsen zusammengesetzten „Fetten Beute“. Dabei handelt es sich um Objekte, die Schutzzonen, vertraute Verhältnisse und private Geborgenheit in Frage stellen und auf allgegenwärtige Formen der Gewalt bis hinein in die Privatsphäre der häuslichen Alltagswelt anspielen. 

Der Schweizer Künstler Michael Marx schockiert mit aus Matratzen zusammengeschnürten Körpern und verweist damit auf die brutalen Folgen von Not, Elend, Gewalt, Folter und Krieg. Seine Installation spiegelt in ergreifender Weise die menschenverachtende Brutalität schierer Gewalt wider - wie sie in Massakern und Kriegen stattfindet. Die Drastik der künstlerischen Verarbeitung konfrontiert mit den brutalen Seiten unserer Zeit - den Folgen von enthemmten Gewaltsituationen in den Krisen- und Kriegsgebieten rund um den Globus. 

Angela Zander-Reinert verleiht Ängsten und Leiden von Menschen auf der Flucht - aber auch ihren Hoffnungen - mit kräftigen Farben, expressivem Gestus und dynamischem Pinselstrich ein menschliches Gesicht – als Einzelschicksal und als kollektive Erfahrung. Die großformatigen, pastos gemalten Acrylbilder mit Szenen zum Schicksal von Flüchtenden berühren durch ihre Direktheit und Authentizität. Man merkt ihnen an, dass die Künstlerin die Portraitierten und ihr leidvolles Schicksal kennt (sie hat ihnen ehrenamtlich Deutschunterricht erteilt) und eine empathische Beziehung zu ihnen aufgebaut hat.

Mit der realen Situation, der sich Geflüchtete auf der Suche nach einer neuen Heimat konfrontiert sehen, setzt sich Anja Zander auseinander. Sie stellt in dem Film „Annäherungen“ sehr einfühlsam dar, wie eine afghanische Flüchtlingsfamilie versucht, sich in der Fremde zurechtzufinden und heimisch zu werden.

Die Konzeptkünstlerin Tina Schwichtenberg hat seit 2017 im Park und in der Halle einen festen Platz im kulturforum PAMPIN. Ihre bedeutende Objektgruppe „FrauenDeFormation“ und „Adam und Eva“ werden sekundiert von den neuen Installationen „hochgestapelt“, „abgeholzt“ und „gegendert"- Metaphern für prekäre Balancen, existenzielle Grenzerfahrungen und Gefährdungssituationen für Mensch und Natur sowie ihre Beziehungen zueinander. Die Baumumwicklungen im Skulpturenpark setzen die viel beachtete, international präsentierte Serie „Spuren der Berührung“ (Kyoto, Am Gelben Fluss in China, Montevideo/Uruguay, Lissabon, Brünn/Polen, Berlin und Buxtehude) fort.

Dieses und vieles mehr ist ab dem 6. Mai in den Ausstellungsräumen des kulturforums  zu sehen. Und natürlich ist der Park mit seinen rund 100 Skulpturen/Installationen und der grünenden und blühenden Natur ein Erlebnis für alle Sinne.