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Hellmut Martensen: Einblicke - Von der Fläche in den Raum I 12. September - 31. Oktober

Hellmut Martensen beherrscht – wie nur Wenige – viele Ausdrucksarten und Techniken der bildenden Kunst. Er ist nicht nur ein hervorragender Zeichner, Aquarellist und Maler, sondern überzeugt als Kunstgrafiker mit hoher Könnerschaft in Holzschnitt, Radierung und Aquatinta, und nicht zuletzt arbeitet er seit einigen Jahren an Plastiken und Collagen

Im Zentrum des in den letzten Jahrzehnten entstandenen, beeindruckend vielfältigen Schaffenswerks Hellmut Martensens steht ein Thema: die Natur – mit ihrer Überfülle an Motiven, Formen und Farben. Mit feiner Beobachtungsgabe und Entdeckungslust hat sich der Künstler intensiv auf die Natur eingelassen, ist ihr mit Staunen und Demut begegnet und hat sich immer wieder aufs Neue inspirieren lassen - dabei seinem Credo folgend: „Bloß nicht zu gegenständlich werden.“ (H. Martensen 2011) Folglich sind seine Bilder nie Abbilder des Realen, sondern Erlebnis-, Gedanken und Stimmungsbilder mit einer unverwechselbaren, ganz individuellen Ausdrucksweise zwischen real-konkreter und abstrakt-formaler Darstellung. 

Die Bilder lassen sich nicht immer auf den ersten Blick entschlüsseln, dazu sind sie oft viel zu komplex und hintersinnig angelegt. Sie lassen nicht nur verschiedene Deutungen zu, sondern überraschen bei wiederholter Betrachtung mit neuen Entdeckungen: unterschiedliche Nuancen und Facetten, Linien und Formen, Farben und Frakturen scheinen auf, die bei erster, flüchtiger Betrachtung verborgen bleiben. Das macht die Bilder in gewisser Weise zeitlos und immer wieder spannend, regt die Phantasie an und fordert auf zu kreativer Interaktion. 

Die Werke beeindrucken zum Einen durch die thematische Kontinuität seiner empathischen Auseinandersetzung mit der Natur, zum Andern durch die Variabilität der Motive und angewandten Techniken sowie durch den – bei aller Vielfalt - unverkennbar eigenen Stil, die individuelle Handschrift.

 

Im Lauf seiner vielen Schaffensjahre – und das ist das Bemerkenswerte – ist Hellmut Martensen in seiner Kunst nie stehengeblieben Er war – trotz der Perfektion vieler seiner Werkgruppen – nie mit dem Erreichten zufrieden. Seine Offenheit und Neugier, gepaart mit einer immer währenden Lust am Experimentieren, haben ihn angetrieben und in der Entwicklung seiner Kunst vorangebracht.

Als freischaffender Künstler hat er sich nicht dazu verleiten lassen, den Zwängen und Verlockungen des Marktes zu gehorchen, sondern den Prinzipien gelungener, relevanter Kunst zu folgen: authentisch zu sein, ohne in Monotonie zu versinken, experimentell zu bleiben, ohne ins Unverständliche abzuheben, Balancen zwischen dem Wirklichen und dem Möglichen herzustellen, vielerlei Erfahrungen im Umgang mit Themen und Farben, Techniken und Prozeduren künstlerisch umzusetzen – ohne das Staunen zu verlieren.

Hellmut Martensen hat die Gabe, vielen Menschen mit seiner Kunst Perspektiven zu eröffnen, Horizonte freizulegen und Impulse mit Nachklang zu setzen. Mit einem Satz: Hellmut Martensen bietet „art of its best“.

 

Neues im Skulpturenpark PAMPIN - Der weiße Palast von Werner Mönch

Parallel zur Eröffnung der großen Ausstellung von Hellmut Martensen wurde im Skulpturenpark ein Monumentalwerk von Werner Mönch eingeweiht: DER WEISSE PALAST. Mit dieser monströsen Installation hat Werner Mönch seine Vorstellungen von „Macht und Pracht – ihrer Herrlichkeit und Vergänglichkeit“ in viermonatiger Arbeit (seit April 2021) verwirklicht . Die Installation ist ein Beispiel für Konzeptkunst, die, basierend auf einer tragbaren Idee, mit Hilfe armseliger Mittel relevante Themen und Probleme in Szene setzt.Sie verweist auf das Inszenierungsgehabe und die Maßlosigkeit von Potentaten (z. B. Putin, Erdogan, Trump, Ceausescu), die sich selbst mit aufwendigen Palästen und Mausoleen ein Denkmal setzen wollen. Aber auch diese werden trotz aller Ewigkeitsansprüche irgendwann verfallen und verschwinden.

Neues im Skulpturenpark PAMPIN - Vier Elemente von Yke Prins

Die Bildhauerin Yke Prins/Den Haag war – zusammen mit Kiki van de Vouw – im Sommer 2021 als „Artist in Residence“ im kulturforum PAMPIN. Während dieser äußerst kreativen und produktiven Zeit hat sie aus Alteisen-Material, das ihr zur Verfügung gestellt wurde, vier Assemblagen zum Thema ELEMENTE hergestellt: Erde, Wasser, Luft, Feuer.