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8. PAMPINALE - freut sich auf Ihren Besuch

Wir laden herzlich ein zur 8. PAMPINALE

mit dem übergreifenden Thema „DaSein – Momente und Kontexte“

Sonntags von 11 bis 17:30 Uhr

Die große Ausstellung in der Kunsthalle steht im Zeichen der Druckkunst, die 2018 von der UNESCO in das immaterielle Kulturerbe aufgenommen wurde.

Felix FugenzahnHartmut Hornung und Hellmut Martensen – die ausgewiesenen Könner klassischer Druckgrafik – bearbeiten die sie bewegenden DaSeins-Themen in Siebdruck, Radierung und Direktätzung auf Zinkplatten. Mit der Präsentation der Arbeiten dieser drei Künstler führt kulturforum PAMPIN die verdienstvolle Ausstellungsreihe von GRAPHIK NORD in neuer Form als GRAFIK-MV fort. Wolf Art setzt mit FotoGrafik zusätzliche Akzente.

In den Siebdrucken von Felix Fugenzahn gehen ungegenständliche Objekte Verbindungen ein, kommunizieren miteinander und schaffen ein eigenes kleines Universum.

Hartmut Hornung entwickelt seit den 80er Jahren immer wieder bewegte Szenen zum Thema „Andrea Doria", die sich oft aus aktuellen Ereignissen herleiten oder der Hektik des Alltagslebens entnommen sind.

Hellmut Martensen entführt in Hochgebirgslandschaften auf der Basis von Zeichnungen, die vor Ort entstehen und im Atelier durch eine raffinierte Direktätzung auf Zinkplatten in Bildtafeln umgesetzt werden.

Wolf Art widmet sich dem variantenreichen Thema „Bewegung“ und zeigt experimentelle Arbeiten, die mit Hilfe digitaler FotoGrafiken eine motivadäquate Ausstrahlung haben. 

Wir freuen uns auf Euren/Ihren Besuch.

Ortrun Venth-Vogt und Wolfgang Vogt

kulturforum Pampin – Dorfring 15 – 19372 Pampin

0171 1466 099 / 0160 498 5610

In unserer fineARTgalerie in der Schloßstr. 22, 19288 Ludwigslust  erwartet Sie die Ausstellung „SpurenSuche - Entdeckung der Kunst im Alltäglichen“ mit Malerei, Objektkunst und FotoGrafik. Tina Schwichtenberg und Wolf Art entdecken das Faszinosum der Kunst aus dem Abseits, die das Besondere im Gewöhnlichen und das Erhabene im Banalen der Alltäglichkeit sucht.

Informationen zur Ausstellung DaSein im Rahmen der 8. PAMPINALE im kulturforum PAMPIN

Felix Fugenzahn: Siebdruck

Felix Fugenzahn hat sich spezialisiert auf Siebdruck – eine Technik, bei der es, insbesondere bei Vielfarbdrucken, auf höchste Präzision ankommt. Und dabei entstehen spielerisch-leicht wirkende, mit einem Schuss Humor gewürzte Kompositionen, die einen lächeln machen, heiter stimmen.

Seine künstlerische Formensprache ist zwar ungegenständlich (nicht abstrakt), erzählt aber Geschichten. Die Formen, unterstützt von der Farbe,  stehen miteinander in Verbindung, gehen Beziehungen ein, kommunizieren miteinander, schaffen eigene Welten. Diese zu entschlüsseln, macht Spaß. Dabei kommt man vielleicht dem Entstehungsprozess eines Bildes auf die Spur und entdeckt die auslösende Idee, die Form, die zuerst Gestalt annahm und sich dann wie von selbst weiterentwickelte zu einem kleinen Kosmos vernetzter Gefüge. 

Hartmut Hornung: Radierungen zum Thema "Andrea Doria"

MYSTERIUM ANDREA DORIA 

Auszüge aus einem Text, den Hartmut Hornung mit Blick auf seine Ausstellung in Putbus am 21. 02. 2022 notierte.

„In eine der ersten Platten der Radierfolge schrieb ich den Namen Andrea Doria. Wie sich herausstellte war das der Beginn einer programmatischen Ordnung weiterer künstlerischer Attitüden, die ich mit diesem Namen in Verbindung sehe. .......

Die 1952 in Dienst gestellte Andrea Doria (...) war im Jahr 1956 unterwegs von Genua nach New York. Nahe der US-amerikanischen Küste kollidierte das Schiff mit der Stockholm und sank, die Stockholm indes wurde restauriert und von 1960 bis 1985 als DDR-Urlauberschiff »Völkerfreundschaft« in Dienst gestellt.“

Auf und im Zusammenhang mit der Stockholm passierten merkwürdige Dinge, die zum Teil nie aufgeklärt wurden. Die Stockholm erlebte viele Transformationen, wurde u. a. Asylbewerberunterkunft und Drehort für die Casting-Show Germany’s Next Top-Model.

„Das Katastrophenszenario hat mich über die Jahre begleitet und veranlasst mich mit Exzessen menschlichen Verhaltens auseinanderzusetzen. In den achtziger Jahren mit Szenen einer Endzeitstimmung, einer Art postapokalyptischen Realismus, in Abgrenzung zur Vorgabe eines geschönten idealisierten Menschenbildes. Das Heranführen an existenzielle Abgründe wird mir zur Metapher des Untergangs.... 

In diesem Kontext muss angemerkt werden, der angeblich letzte Funkspruch vor dem Untergang der »Andrea Doria« soll gelautet haben: »Alles klar auf der Andrea Doria«.

Hellmut Martensen: Direktätzung zum Thema "Hochgebirge"

Hellmut Martensen, der alle Druckgrafik-Techniken meisterlich beherrscht, hat sich für eine Werkreihe entschieden, die der weniger bekannten Technik Direktätzung auf Zinkplatten entstammt. Bei dieser speziellen Radiertechnik wird das Motiv mit sehr starker Säure mit einem Pinsel auf die Platte gezeichnet. Die Wiedergabe der Motive wird von Grautönen bestimmt. Diese modulieren die variantenreichen Ansichten eines „Hochgebirges“, die der Künstler während seines Urlaubs zunächst als Zeichnungen angefertigt hat. Sie spiegeln die tiefe Verbundenheit Hellmut Martensens mit der Natur wider, die Ehrfurcht des Flachländers vor der Erhabenheit der Gebirgswelt.

 

Wolf Art: FotoGrafik zum Thema "Bewegung"

Für Wolf Art ist Bewegung ein Thema, mit dem er sich seit Jahren mit immer neuen Sichtweisen und Zugriffen beschäftigt. Zurzeit ist die FotoGrafik für ihn das Medium, mit dem sich die Thematik besonders tiefgreifend und durchdringend/differenziert erfassen lässt. 

Als primäres Element/Moment menschlicher Bewegung und Entfaltung ist für ihn der „Schritt“ das fotografisch festzuhaltende Ausgangsmotiv, das er dann anschließend mittels digitaler Techniken zu FotoGrafiken gestaltet. Hierzu kombiniert er verschiedene Bearbeitungsprogramme, die mehrere Ebenen der Darstellung/Gestaltung erlauben und digitale Collagen ermöglichen/zum Ergebnis haben.

Wolf Art thematisiert Bewegung über viele Zwischenstufen von einem, dem ersten Schritt über verschiedenen Situationen wie Eile, Gedränge bis hin zu den letzten Schritten in einer Beziehung oder in der letzten Lebensphase. Es geht dabei um die Beziehung zwischen Stand- und Spielbein, um das Verhältnis von Stabilität und Dynamik, um langsame und schnelle Bewegungsabläufe, um beschwingte und beschwerliche Schritte, um das breite phänomenologische Spektrum, den psychologischen Ausdrucksgehalt von Schritten. Anhand von Schritten und Bewegungen lassen sich Empfindungen, Aktionen und Situationen künstlerisch in Szene setzen, die Geschichten erzählen und dem Menschen buchstäblich „Beine machen“. 

 

Und noch ein Einladung: in die fineARTgalerie, Schloßstr. 22, 19288 Ludwigslust

SpurenSuche mit Tina Schwichtenberg (Malerei/Objektkunst) und Wolf Art (FotoGrafik)

Neben der Hauptspielstätte, der Kunsthalle im Dorfring 15 – Pampin, unterhält kulturforum seit Ende 2022 als Dependance die kleine fineARTgalerie in der Schloßstr. 22 – Ludwigslust. Hier wird die Reihe „art&friends“ mit „SpurenSuche – Entdeckung der Kunst im Alltäglichen“ fortgesetzt.

Tina Schwichtenberg und Wolf Art entdecken das Faszinosum der Kunst aus dem Abseits, die das Besondere im Gewöhnlichen und das Erhabene im Banalen der Alltäglichkeit sucht. Beide verbindet ein sensibles Gespür für das künstlerische Potential von banal scheinenden Motiven des alltäglichen Lebens oder anders ausgedrückt: sie verwandeln profane Motive mit Hilfe ihrer künstlerischen Techniken – Tina Schwichtenberg mit Malerei und Objektkunst, Wolf Art mit FotoGrafik – in Kunst und animieren die Betrachter, diese Transformation der Umdeutung nachzuvollziehen. Zu entdecken gibt es u. a. die graphische Qualität von Linien und Flächen z. B. in Tiefgaragen, die ästhetische Anmutung von Bremsspuren auf Zebrastreifen, Altersspuren auf Hauswänden, Dunkelheit, vage Schattenrisse von Personen hinter Vorhängen oder vor Bäumen, die farbige Lebendigkeit grauer/„stiller“ Ecken, die Formen- und Farbendynamik von Klecksereien auf Straßen/Wänden, Risse oder Rostbildungen und Abschürfungen als Zeichen von Verfall und Vergänglichkeit. Der  Reichtum der Alltagswelt an Motiven für das künstlerische Auge scheint  unerschöpflich zu sein.

Es geht um die „Kunst der Wahrnehmung“ unüblicher Motive in zweierlei Hinsicht: als Sinnesleistung richtigen Sehens und Erkennens (kunstsinnige Perzeption) einerseits und als gestalterische Kompetenz, das Wahrgenommene als Metapher und Narrativ für die Konstruktion von Kunst einzusetzen und erlebbar zu machen.

Diese Vorgänge sind in höchstem Maße aktive Perzeptions- und Partizipationskunst, weil die Betrachter an den kreativen Prozessen der Wahrnehmung und Bewertung selbst beteiligt werden und sich dadurch als Künstler fühlen können. Durch ihre reflektierten Deutungs- und Interpretationsleistungen bei der Betrachtung der Kunstwerke verhalten sie sich wie die Künstler, die etwas Besonderes (anhand von Kriterien relevanter Kunst) aus dem Panorama banaler Beliebigkeiten des Alltäglichen herausheben und zu Kunst machen.