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Hans Pölkow - sieben Jahrzehnte Fotografie

Porträt I Landschaft I Still-Leben I Bühne I Tanz I Akte

9. September bis 14. Oktober 2018

2017 erhielt Hans Pölkow den Landeskulturpreis Mecklenburg-Vorpommern. Damit ehrte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig „das Lebenswerk eines großen Fotografen und eines engagierten Kulturjournalisten, der seiner Heimat Mecklenburg-Vorpommern immer besonders verbunden war.“ Als Epilog zu dieser Auszeichnung würdigt das kulturforum PAMPIN Hans Pölkow ab 9. 9. bis 14. 10. 2018 mit einer großen Ausstellung und einem Katalog. 

In den Galerieräumenstellt Hans Pölkoweine repräsentative Auswahl seines fotografischen Schaffensaus. Sieben Jahrzehnte hat der heute 83jährige einLeben mit der Kunstzugebracht und als Kulturjournalist in Berlin berühmte Persönlichkeiten mit seiner Kamera portraitiert. In der „Kabinett der Köpfe“ begegnet man einigen von ihnen – darunter auch Louis Armstrong, den er in einer seltenen Momentaufnahme ohne Trompete verewigen konnte. Die Portraits sind authentisch, nicht gestellt, mit den gegebenen Lichtverhältnissen fotografiert und nicht nachbearbeitet. Als „Meister des Lichts“ (Dr. Regina Erbentraut) erweist sich Hans Pölkow auch in seinen Landschaftsbildern, Stillleben und Aktfotos, die in einem  extra Kabinett zur Geltung kommen. Sie zeugen von einem weitgefassten Kulturverständnis und dokumentieren die breite Themenpalette des in Rostock geborenen und heute bei Güstrow lebenden Fotografen. 

Anfang Oktober, zu KUNST HEUTE, wartet Hans Pölkow dann noch mit einer Überraschung auf. Da will er zum ersten Mal einige seiner außergewöhnlichen Tanz-Fotos öffentlich ausstellen.

Parallel zu der Ausstellung Hans Pölkow läuft in der Kunsthalle die PAMPINALE II weiter. Fünf Küntler*innen interpretieren das hochaktuelle Thema „EntGrenzungen“mit Malerei, Skulptur, Installation und Foto sehr unterschiedlich und individuell.. Und in der BlackBox fordert DEZERNAT5 mit BlickPunktenweiterhin zu verändertem Wahrnehmen heraus. Und selbstverständlich lädt auch der Skulpturenpark bis zum 14. Oktober ein, die Symbiose von Kunst und Natur zu genießen.

 

BlickPunkte - Objekt- und Videoinstallationen von DEZERNAT5

Tino Bittner, Udo Dettmann und Thomas Sander - die Künstler von DEZERNAT5  -  präsentieren in der Black Box ihre neuesten Objekt- und Videoinstallationen – wie gewohnt mit tiefgründig hintersinnigem Humor. Tino Bittner irritiert mit dem Objekt „Salut“, Udo Dettmanns Videos „Lautlos“, „Pas de Deux“ und „Geschlossene Gesellschaft“ eröffnen sich durch einen Spion, und Thomas Sander zeigt auf 15 Monitoren „15 Ansichten“. Alle Installationen fordern neues  Wahrnehmen heraus.

"SCHAUGARTEN" Pampin

Am 1. Oktober 2017 ist der Skulpturenpark PAMPIN offiziell vom Landschaftspflegeverband Mecklenburger Endmoräne e. V. mit der Plakette "SCHAUGARTEN - Natur im Garten" ausgezeichnet worden. Das bedeutet, der Skulpturenpark ist nicht nur für Kunst-, sondern auch für Natur- und Gartenfreunde ein lohnendes Ziel. Der beigefügte Flyer bestätigt das.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

2. PAMPINALE - Positionen zeitgenössischer Kunst

EntGrenzungen - Skulptur/Installation, Malerei/Grafik, Video/Film

Am 6. Mai eröffneten Wolfgang Vogt und Ortrun Venth-Vogt vom kulturforum Pampin die Saison 2018 mit der PAMPINALE II unter dem Motto EntGrenzungen - Flucht, Vertreibung, Entwurzelung, Verletzlichkeit, Suche nach Identität, Geborgenheit. Sechs Künstler*innen interpretieren dieses äußerst aktuelle und komplexe Thema existentieller Erfahrungen und Gefährdungen sehr individuell und mit unterschiedlichen Techniken und Stilmitteln: Malerei, Grafik, Skulpturen, Installationen, Foto, Film/Video.

Die Schweizer Künstlerin Marion Linke irritiert mit den auf der NORDART 2017 ausgestellten Installationen „Röntgenhaus“ und der aus leeren Patronenhülsen zusammengesetzten „Fetten Beute“. Dabei handelt es sich um Objekte, die Schutzzonen, vertraute Verhältnisse und private Geborgenheit in Frage stellen und auf allgegenwärtige Formen der Gewalt bis hinein in die Privatsphäre der häuslichen Alltagswelt anspielen. 

Der Schweizer Künstler Michael Marx schockiert mit aus Matratzen zusammengeschnürten Körpern und verweist damit auf die brutalen Folgen von Not, Elend, Gewalt, Folter und Krieg. Seine Installation spiegelt in ergreifender Weise die menschenverachtende Brutalität schierer Gewalt wider - wie sie in Massakern und Kriegen stattfindet. Die Drastik der künstlerischen Verarbeitung konfrontiert mit den brutalen Seiten unserer Zeit - den Folgen von enthemmten Gewaltsituationen in den Krisen- und Kriegsgebieten rund um den Globus. 

Angela Zander-Reinert verleiht Ängsten und Leiden von Menschen auf der Flucht - aber auch ihren Hoffnungen - mit kräftigen Farben, expressivem Gestus und dynamischem Pinselstrich ein menschliches Gesicht – als Einzelschicksal und als kollektive Erfahrung. Die großformatigen, pastos gemalten Acrylbilder mit Szenen zum Schicksal von Flüchtenden berühren durch ihre Direktheit und Authentizität. Man merkt ihnen an, dass die Künstlerin die Portraitierten und ihr leidvolles Schicksal kennt (sie hat ihnen ehrenamtlich Deutschunterricht erteilt) und eine empathische Beziehung zu ihnen aufgebaut hat.

Mit der realen Situation, der sich Geflüchtete auf der Suche nach einer neuen Heimat konfrontiert sehen, setzt sich Anja Zander auseinander. Sie stellt in dem Film „Annäherungen“ sehr einfühlsam dar, wie eine afghanische Flüchtlingsfamilie versucht, sich in der Fremde zurechtzufinden und heimisch zu werden.

Die Konzeptkünstlerin Tina Schwichtenberg hat seit 2017 im Park und in der Halle einen festen Platz im kulturforum PAMPIN. Ihre bedeutende Objektgruppe „FrauenDeFormation“ und „Adam und Eva“ werden sekundiert von den neuen Installationen „hochgestapelt“, „abgeholzt“ und „gegendert"- Metaphern für prekäre Balancen, existenzielle Grenzerfahrungen und Gefährdungssituationen für Mensch und Natur sowie ihre Beziehungen zueinander. Die Baumumwicklungen im Skulpturenpark setzen die viel beachtete, international präsentierte Serie „Spuren der Berührung“ (Kyoto, Am Gelben Fluss in China, Montevideo/Uruguay, Lissabon, Brünn/Polen, Berlin und Buxtehude) fort.

Dieses und vieles mehr ist ab dem 6. Mai in den Ausstellungsräumen des kulturforums  zu sehen. Und natürlich ist der Park mit seinen rund 100 Skulpturen/Installationen und der grünenden und blühenden Natur ein Erlebnis für alle Sinne.