Ausblick auf 2022

Im Mai 2022 soll nun endlich - nach zweimaligem Corona bedingten Absagen - die große Ausstellung mit Werken von Ralf-Rainer Odenwald und Dieter Koswig im Rahmen der PAMPINALE 6 eröffnet werden. Um einen Vorgeschmack auf die Bilder des Malers R.-R. Odenwald und die Skulpturen des Bildhauers D. Koswig zu vermitteln und Vorfreude auszulösen, folgen ein paar Informationen zu den beiden in Schleswig-Holstein lebenden Künstlern.

HinterNebenZwischenRäume - Malerei von Ralf-Rainer Odenwald

Ralf-Rainer Odenwald ist mit seinen Bildern am „Nabel der Zeit“ – inhaltlich wie technisch. Er holt seine Motive aus den „Social Media“, der Bühne unerschöpflicher Selbstinszenierungen. Mit kritischem Blick sondiert und selektiert er die Szenen, die etwas über die Sich-Darstellenden und die beabsichtigte Wirkung verraten. Odenwald schaut von außen nach innen und legt das Innere offen. Für die künstlerische Realisierung verwendet er einen aufwendigen hybriden Technik-Mix: Fotoausdrucke werden auf Leinwand collagiert und mit Acryl und Ölfarbe komplett überarbeitet. Dabei verfremdet er das Original und akzentuiert die Stimmungen, Gefühle, geheimen Wünsche und Bedürfnisse. So entstehen subtile, raffinierte zeitgeistige Zerr- und Spiegelbilder der EGO-Gesellschaft, zum Teil rätselhaft und nicht sofort zu entschlüsseln. - Neben diesen collagierten Gemälden werden auch reine Ölbilder - mit aus dem Alltag gegriffenen Motiven - zu sehen sein.

INNEN AUSSEN - Skulpturen von Dieter Koswig

Die Skulpturen von Dieter Koswig sind ein gelungener Kontrast zu den atmosphärisch dichten Bildern Odenwalds. Sie strahlen kraftvolle Ruhe aus, sind was sie sind. Seine vielgestaltige Formensprache ist an den Grundformen der Geometrie orientiert. DIETER KOSWIG arbeitet mit den klassischen Materialien Stein, Holz und Stahl sowie mit Fundstücken. Er vertritt die Meinung: ,,Vielen Menschen verstellt sich der Zugang zur Kunst, weil sie zu große Erwartungen haben, sich damit blockieren. Die Auseinandersetzung mit dem Material kann hilfreich sein, öffnen, Barrieren und Schablonen abbauen. Kunst ist kein konstanter Begriff, vielmehr definiert durch Wünsche und Probleme einer sich ändernden Gesellschaft.”