Aktuelles

Am 1. Oktober 2017 ist der Skulpturenpark PAMPIN offiziell vom Landschaftspflegeverband Mecklenburger Endmoräne e. V. mit der Plakette "SCHAUGARTEN - Natur im Garten" ausgezeichnet worden. Das bedeutet, der Skulpturenpark ist nicht nur für Kunst-, sondern auch für Natur- und Gartenfreunde ein lohnendes Ziel. Der beigefügte Flyer bestätigt das.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch nach der Winterpause: ab Mai 2018

2. PAMPINALE - Positionen zeitgenössischer Kunst

EntGrenzungen - Skulptur/Installation, Malerei/Grafik, Video/Film

Am 6. Mai – ab 11 Uhr (Führungen um 11:30 und 15:30 Uhr) - eröffnet kulturforum Pampin die Saison 2018 mit der PAMPINALE II unter dem Motto EntGrenzungen - Flucht, Vertreibung, Entwurzelung, Verletzlichkeit, Suche nach Identität, Geborgenheit. Sechs Künstler*innen interpretieren dieses äußerst aktuelle und komplexe Thema existentieller Erfahrungen und Gefährdungen sehr individuell und mit unterschiedlichen Techniken und Stilmitteln: Malerei, Grafik, Skulpturen, Installationen, Video/Film. 

Die Schweizer Künstlerin Marion Linke irritiert mit den auf der NORDART 2017 ausgestellten Installationen „Röntgenhaus“ und der aus leeren Patronenhülsen zusammengesetzten „Fetten Beute“. Dabei handelt es sich um Objekte, die Schutzzonen, vertraute Verhältnisse und private Geborgenheit in Frage stellen und auf allgegenwärtige Formen der Gewalt anspielen. 

Der Schweizer Künstler Michael Marx schockiert mit aus Matratzen zusammengeschnürten Körpern und verweist damit auf die brutalen Folgen von Not, Elend, Gewalt, Folter und Krieg.

Angela Zander-Reinert verleiht Hoffnungen, Ängsten und Leiden von Menschen auf der Flucht mit kräftigen Farben und dynamischem Pinselstrich ein menschliches Gesicht – als Einzelschicksal und als kollektive Erfahrung. Die großformatigen, pastos gemalten Acrylbilder mit Szenen zum Schicksal von Flüchtenden gehen unter die Haut, sie berühren durch ihre Direktheit, Authentizität und Empathie.

Die Konzeptkünstlerin Tina Schwichtenberg, die seit 2017 im Park und in der Halle einen festen Platz im kulturforum PAMPIN hat, ist auch mit neuen Werken vertreten. Die bedeutende Objektgruppe „FrauenDeFormation“ und „Adam und Eva“ werden sekundiert durch die Installationen „hochgestapelt“ und „abgeholzt“ - Metaphern für prekäre Balancen, existenzielle Grenzerfahrungen und Gefährdungssituationen.

Verlust von Heimat sowie Suche nach neuer Geborgenheit und Identität sind Leitthemen von Lucia Schoop, die sie in ihren grafischen Arbeiten – vorwiegend Holz- und Linolschnitten – sowie durch ihre Installationen mit poetischer Sensibilität und künstlerischer Kompetenz zum Ausdruck bringt. Ihre Ausstellung in der galeriePAMPIN „entwurzelt / beheimatet“ befasst sich mit gegenwärtigen und historischen Fluchterfahrungen. Die Vertreibung aus den Ostgebieten (Schlesien/Ostpreußen) am Ende des Zweiten Weltkrieges, die Suche nach Vermissten und der Neubeginn in Westdeutschland werden nicht nur graphisch verarbeitet, sondern von dokumentarischen Exponaten (Briefen/Tonaufnahmen) begleitet. Den damaligen traumatischen Fluchterlebnissen werden die dramatischen Erfahrungen der Menschen, die gegenwärtig auf der Flucht vor politischer Verfolgung, Krieg oder blanker Not sind und eine neue Heimat suchen, gegenübergestellt. Das geht unter die Haut.

Mit der realen Situation, der sich Geflüchtete auf der Suche nach einer neuen Heimat konfrontiert sehen, setzt sich Anja Zander auseinander. Sie stellt in dem Film „Annäherungen“ sehr einfühlsam das Leben einer afghanischen Flüchtlingsfamilie vor.

Dieses und vieles mehr ist ab dem 6. Mai in den Ausstellungsräumen des kulturforums  zu sehen. Und natürlich ist der Park mit seinen rund 100 Skulpturen/Installationen und der grünenden und blühenden Natur ein Erlebnis für alle Sinne.