Juliane Jüttner

Die Künstlerin und ihre Werke im Skulpturenpark PAMPIN

Kurzportrait

zur Künstlerin und ihrem Werk

Juliane Jüttner (geb. 1972 in Wernigerode) studierte an der renommierten Art Students League New York sowie an den Hochschulen für Bildende Künste Prag und Braunschweig. An Letztgenannter hat sie als Meisterschülerin von Prof. Raimund Kummer ihren Abschluss gemacht und seit 2004 einen Lehrauftrag.

Bereits als Kind modellierte sie Figuren. Figürliche, naturalistische Darstellungen sind auch heute noch ihr Sujet – aber raffiniert verfremdet und mit einer eigenwilligen Aussage ausgestattet. Sie greift auf klassische Vorbilder zurück, ohne diese zu kopieren; vielmehr hinterfragt sie deren Ästhetik und Bedeutungsgehalt, indem sie sie in neue Kontexte stellt und/oder mit überraschenden Elementen versieht. Man fühlt sich zuweilen an Caravaggios Verknüpfungen von Sakralem mit Profanem erinnert. Ihre Verknüpfungen von scheinbar Gegensätzlichem sind alles andere als vordergründig; sie haben eine sehr eigenständige reflektierende Bildsprache und Stilistik, die unsere Sehgewohnheiten und Interpretationen in Frage stellen und zum Umdenken, Umdeuten auffordern. So werden beispielsweise süße Putten nicht als dekoratives Beiwerk dargestellt, sondern als Akteure, die dem „Opferlamm“ lustvoll die Kehle durchschneiden. Oder scheinbare Ewigkeitswerte werden mit der schnelllebigen Konsumwelt konfrontiert und verlieren ihre tradierte ikonographische Bedeutung.

Juliane Jüttner irritiert den Betrachter...Sie zwingt zum genauen Hinschauen und provoziert zur Auseinandersetzung: mit tradierten Geschichten und Bildwelten, denen wir inzwischen emotionslos begegnen, weil wir schon so lange darüber Bescheid wissen. Oder glauben zu wissen.“ (Susanne Ulbrich)