Benjamin Schubert

Der Künstler und seine Werke im Skulpturenpark PAMPIN

Ausstellung in der Kunsthalle 2011 - TRANSFORMATIONEN

Benjamin Schubert - von Fundstücken zu Kunstwerken

Der Titel "Transformationen - von Fundstücken zu Kunstwerken" verrät die Philosophie und Arbeitsweise des Hamburger Künstlers Benjamin Schubert, der seit vielen Jahren konsequent die Idee der Spuren-Suche und -Transformation verfolgt: Entsorgte Teile aus Werften, Industrieanlagen, Silos, Werkzeuge, Strandgut, alte Neonschreibschriften komponiert er zu bedeutungsvollen Skulpturen, die als ZEITZEICHEN den Wandel der Zeit symbolisieren. Die Fundstücke beinhalten Spuren ihrer einstigen Funktionen, mit ihrer neuen Gestalt und Identität verweisen sie auf das Heute, das morgen schon wieder Spuren der Vergangenheit aufweist.

Die Ausstellung "Transformationen" bietet einen Gesamtüberblick über die Schaffensperioden Benjamin Schuberts: von kybernetischen Objekten über Strandgut-Collagen, Skulpturen aus Eisenschrott bis hin zu Neon-Licht-Installationen. Prof. Dr. Wolfgang Vogt vom kulturforum PAMPIN machte in seiner Einführung deutlich, dass insbesondere die hohe gesellschaftliche und moralische Reflexion des Künstlers charakteristisch ist für die Qualität seiner Arbeiten. Auf den ersten Blick profan erscheinende Gegenstände führen bei genauerem Hinsehen zu existenziellen Fragen und machen auf Probleme unserer Gesellschaft aufmerksam, wie z. B. Massenkonsum, Umweltverschmutzung durch Müll oder auch Analphabetismus, der in den Neonleuchtskulpturen aufscheint.

Mit seinen Lichtskulpturen, die aus Spuren einer anderen Zeit zusammengesetzt sind und Spuren in einer neuen, der heutigen Zeit setzen und hinterlassen, hat Benjamin Schubert in der voll besetzten Kunstszene eine eigenständige Formensprache gefunden.