Wieland Schmiedel

Der Künstler und seine Werke im Skulpturenpark PAMPIN

Kurzportrait

Wieland Schmiedel ... Spannung in mir – Skulptur und Grafik

Wieland Schmiedel

„... in die Zeit der Zerstörung und des Zusammenbruchs geboren, aufgewachsen in einer zunächst hoffnungsvollen Zeit der Erneuerung, die alsbald im Farbenspiel rivalisierender Ideologien versank, war ich immer wieder angehalten, die Freiheit in mir selbst zu suchen...“

Wieland Schmiedel wurde 1942 in Chemnitz geboren. Nach dem Abitur Ausbildung zum Steinbildhauer in Dresden. Steinbildhauermeister, seit 1966 mit eigener Werkstatt in Crivitz bei Schwerin. 1969 wird er Mitglied des Verbandes Bildender Künstler der DDR und arbeitet 1974/75 als Meisterschüler an der Akademie der Künste bei Ludwig Engelhardt. Nach Aufgabe des Handwerksbetriebes ist er seit 1976 freiberuflich tätig. Er hat zahlreiche Werke für den öffentlichen und kirchlichen Raum geschaffen, u. a. in Schwerin (Grünes Tal), Magdeburg (Westfriedhof) oder Neuruppin (Friedhof) und ist mit seinen Arbeiten in Museen in Berlin, Dresden, Schwerin und Oberhausen vertreten. 2009 erhielt er für sein Schaffen den Kulturpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Künstlerische Arbeit ist für Schmiedel eine Art Läuterungsprozess, bei dem er sich nicht nur mit seiner Umwelt auseinandersetzt, sondern immer wieder auch auf sich selbst zurückgeworfen wird. Seine Kunst setzt Zeichen gegen Passivität und Gewalt und steht für eine Kultur der Erinnerung und Wahrhaftigkeit.

... Spannung in mir

Die Ausstellung zeigt neueste Werke und einen Querschnitt durch das komplexe Schaffen Schmiedels. Dieses erstreckt sich zwischen den existenziellen Dimensionen von Liebe und Leid, Verletzlichkeit und Tod, Unterdrückung und Macht.

Die scheinbare Heterogenität weist Verbindungslinien auf, die in einem Kraftfeld zusammenfließen und ein Kontinuum darstellen. Seine Arbeiten sind ohne Schmuck und Schnörkel. Naturgetreue Abbilder sind nicht seine Sache, sondern das Freilegen der Substanz.

Er dringt ein, sucht nach den Ligaturen, nach dem Sein hinter dem Schein und nach den reinen Formen. Der scheinbaren Leichtigkeit und Flüchtigkeit des Scheins setzt er die Verletzbarkeit und Endlichkeit des Seins entgegen. Dabei bedient er sich einer extremen Bandbreite künstlerischer Ausdrucksformen, einer Bild- und Formensprache, die gegensätzliche Gestaltungsstile zu einer unverwechselbaren, eigenständigen ästhetik vereint.

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